Die durch den Islam verankerte Arabische Kultur sowie Traditionen sind die Grundlagen, auf denen der moderne Staat von Kuwait gebaut ist. Mit der Entdeckung von Erdöl veränderte sich der Lebensstil des kuwaitischen Volkes. Die Identität der Menschen in Kuwait wurde durch diese Veränderungen jedoch nicht verwischt. Die Zerstörung des Kuwaits während der irakischen Invasion, vermochte den Geist der kuwaitischen Bevölkerung, welche ihr Land in Rekordzeit wieder aufbaute, nicht zu ersticken.

Der Staat Kuwait hat immer besonderes Augenmerk auf die Erhaltung seiner Kultur und dem Erben von Denkmälern, der Erhaltung und Bewahrung von Artefakten und historischen Dokumenten gelegt. Das Nationale Museum ist einer der 50 Orte, an denen diese aufbewahrt werden. Die Zerstörung durch die irakischen Truppen führte zu einer erhöhten Sensibilisierung der Bevölkerung über die Notwendigkeit der Erhaltung und Wiederbelebung der Kunst und des Handwerks in Kuwait. Die neue Architektur der Stadt, die modernes Design mit traditioneller Kunst verbindet, spiegelt dieses Bewusstsein.

Die Vielzahl von Bräuchen und Traditionen in Kuwait führt zu einer bunten und umfangreichen Kultur, welche sich in der „Diwaniya“, der Traditionen der Beduinen und der „Al Sadu“ Weberei ausdrückt. Die Menschen in Kuwait haben auch eine besondere Liebe für die Kunst, sei es Literatur, Theater, Musik, Tanz, Filme oder zeitgenössische Kunst. Der Nationale Rat für Kultur, Kunst und Literatur (NCCAL); die „Free Art Studio" und die kuwaitische Gesellschaft der Bildenden Künstler sind die Förderer der bildenden Kunst in Kuwait.

Al-DIWANIYA
Ein typisches kuwaitisches Haus besteht meist aus mehreren Schlafzimmern, einem Wohnzimmer, Küche, Badezimmer und einer Halle, in der die traditionellen „Diwaniya" stattfinden.
Dieser Raum oder Halle liegt meistens etwas abgelegener von den anderen Teilen des Hauses. Es ist der Bereich, in welchem Gäste, Nachbarn und Freunde empfangen werden, um aktuelle Ereignisse zu diskutieren, die Meinung auszutauschen oder gemütlich zusammen zu sitzen, und dessen Türen den ganzen Tag offen gehalten werden.

Diese Tradition wird vor allem von Männern unterhalten, aber es gibt einige weibliche Gruppen, die ihre eigene Art von „Diwaniya" Traditionen durchführen.
Der Name „Diwaniya" stammt ursprünglich aus der Art und Weise, wie man bei diesem Treffen sitzt, wie die Kissen entlang der Wände des Raums angeordnet  und der Sitzbereich eingerichtet ist.

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